Heute möchte ich euch einen kleinen „Leitfaden“ mit an die Hand geben um Spam erfolgreich zu verhindern ( einzudämmen ).
Klar, ganz wird man das ganze nie wegbekommen, man kann es nur soweit es geht eindämmen und vermeiden.

Wie?

Ganz einfach.
Das möchte ich euch anhand der nachfolgenden 5 Punkte aufzeigen.
Vorher sollten wir aber einmal einen kleinen Exkurs abhalten um das Thema Spam ein wenig auszuleuchten…

Was ist eigentlich Spam?

Jeder kennt es eigentlich.
Man öffnet sein Mailprogramm / seinen Freemail Account und erhält erstmal zig EMails von unzähligen Anbietern und alle scheinen Ihre Fahnenmasten / Flagenmasten und Medikamente günstig anbieten.
Doch, wie kommen die an meine EMail adresse?
Ich habe doch extra „Schmusekater_xyz@wasweissich.com“ als EMail Adresse genutzt?
Wie kommen die also dahinter das dass meine Mailadresse ist…

Nun, das ist ebenfalls recht einfach.

  • Man bestellt Online bei einem Versandhandel der vlt. nicht so seriös ist wie größere Unternehmen und registriert sich dort mit „schmusekater_xyz…“ und zack ist die EMail Adresse vlt weiter verkauft.
  • Man registriert sich in einem Forum und postet dort fragen. Die Emailadresse taucht dabei öffentlich auf und ist meistens ungeschützt.
    Es gibt Adresssammel Programme die gezielt auf die Suche gehen im Internet und auch fündig werden.
  • Ein Email kontakt hat sich unwissentlich einen Trojaner eingefangen und dieser greift auf das Adressbuch zu
  • Eine Mobile App / Spiel das unbedingt zugriff auf alles haben will und liest auch hier das Adressbuch aus.

Da gibt es noch unzählige weitere Dinge.

Wer hat sich den schonmal die „Hiermit akzeptiere ich die AGB und bestelle…“ wirklich durchgelesen und hinterfragt?
Richtig, auch darin kann der Adressverkauf sogar beschrieben sein.
Da man es ja gelesen hat und somit zugestimmt hat wird es dann auch schwer einem Philipinischen Anbieter zu verfolgen und dran zu bekommen.
Immerhin hat man ja „Alles“ gelesen und zugestimmt.

Ihr seht, die möglichkeiten sind so vielfältig das man diese garnicht mehr aufzählen kann.
Fakt ist allerdings, einmal im Spam Kreis gelandet, sollte man zusehen das man auch wieder dort heraus kommt.

Genau hier greifen dann die 5 Wege um Spam erfolgreich zu verhindern / zu bekämpfen.

  1. Die wohl einfachste Art ist es für diverse einmal Tätigkeiten sogenannte Wegwerf Adressen zu verwenden.


    Bitdefender Familien-Paket

    Diese sind meist nur für Minuten / Stunden aktiv und werden danach verworfen (*)

  2. Achtet bei Installationen am PC darauf was Ihr installiert.
    Wie oft habe ich schon Webbrowser gesehen die nur noch halb so groß waren dank der ganzen Schnüffel Toolbars.
  3. Achtet darauf das euer Mailanbieter einen Spamfilter anbietet.
    Die meisten sollten dies mittlerweile kostenlos anbieten und somit ebenfalls Spam erfolgreich vermeiden.
  4. Schaut auch was euer Handy alles an Apps drauf hat und welche berechtigungen diese verlangen und fragt euch dann einmal, warum ein Spiel z.b. auf den Rufnummer /EMailspeicher zugreifen muss.
  5. Haltet euren Virenscanner auf dem laufenden. Auch hier gibt es Anbieter von günstigen Antiviren Programmen die auch in das Mailprogramm greifen und somit helfen Spam zu erkennen und zu filtern.

Gerade Punkt 3 dieser Liste ist ein sehr guter Ansatzpunkt um bestehende Spamfluten abzuwehren.
Ich biete z.b. bei meinem Webservice (**) grundsätzlich einen Spamfilter an der Spam noch beim ankommen gleich die Rote Karte zeigt.

Solltet Ihr in einem „kleinen“ Unternehmen arbeiten und Ihr habt einen eigenen Mailserver, ist es ratsam unter anderem auch DKIM (DomainKeys Identified Mail) einzusetzen.
Dies wehrt zwar keine Spam ab, hilft aber diesen immer mehr zu verhindern da dieses verfahren die Echtheit des Sender verifiziert.

Wenn ein jeder Mailanbieter dies unterstützen würde, währe die Spamwelle m.E. nach um ein deutliches geringer.

Spam verursacht nicht nur einen Schaden für den Endanwender der das ganze alles löschen muss.
Auch Provider (Mailanbieter) und das gesammte Internet haben damit zu kämpfen.

So beziffert die EU den „Schaden“ auf bis zu 2.5 Milliarden Euro pro Jahr (Arbeitszeit,Datenvolumen,Speicherkapazität etc) und das alles nur um Spam erfolgreich abzuwehren / zu bekämpfen.

Solltet Ihr jetzt noch Fragen / Anregungen oder Kritik haben, schreibt unter dem Beitrag und lasst uns ein wenig darüber Diskutieren oder schreibt mir eine EMail an „info[ät]wenzel.tk“ und ich kann euch einen Beratungstermin anbieten..

(*) Folgende Wegwerf EMail Anbieter kann ich bis dato nennen:

(**) Der Hosting Service ist nicht wie jeder andere Hostingservice verfügbar. Dieses Paket ist jeweils auf die einzelnen Bedürfnisse eines jeden angepasst und wird entsprechend gepackt.
Solltet Ihr auf der suche sein / mehr informationen benötigen, schreibt mir einfach eine EMail und wir sprechen das ganze in ruhe durch.


5 wege um Spam erfolgreich zu verhindern

22 Gedanken zu „5 wege um Spam erfolgreich zu verhindern

  • 06/01/2017 um 18:14
    Permalink

    Servus zusammen!
    Danke für den hilfreichen Artikel. Seit wir unseren Blog haben werden wir regelmäßig mit dem Thema Spam konfrontiert…

    Liebe Grüße

    Antworten
  • 17/05/2016 um 17:20
    Permalink

    2.5 Milliarden Euro Schaden im Jahr ist echt heftig. Das es sogar extra Seiten gibt auf denen man sich eine Wegwer-Mail erstellen kann. Ich wüsste nicht wofür diese Mails sonst verwendbar wären außer für Spam. Das mit den AGB’s kann ich so unterschreiben. 99,9% der Nutzer lesen sich die AGB’s nicht durch. Echt gelungener Beitrag. Danke dafür!

    Dominik von
    weinkuehlschrank-vergleich.de

    Antworten
  • 13/01/2016 um 17:58
    Permalink

    Sie sprechen in Punkt 4 Apps an. Gerade bei Apps hat man oft das Problem, sich nicht aussuchen zu können, auf welche Daten diese zugreifen können. Kann man hier etwas tun? Es gibt viele Apps die solche Zugriffe fordern, aber Nicht-Nutzen der Apss ist für mich keine wirkliche Alternative.
    Gruß, Michaela

    Antworten
  • 28/11/2014 um 09:54
    Permalink

    Darauf zu achten, auf welchen Seiten man seine Adresse hinterlässt ist wahrscheinlich tatsächlich die effektivste Möglichkeit Spam zu vermeiden bzw. zu reduzieren. Die Wegwerf-Adressen klingen allerdings auch interessant. Gibt es hier zwischenzeitlich schon eine Auflistung der Anbieter?

    Antworten
  • 26/11/2014 um 17:55
    Permalink

    Ich finde deinen Artikel sehr lesenswert, und ich mache es genau so, wie der Apfel schon zuvor beschrieben hat. Ich trenne das Private von beruflichen und habe mir mehrere E-Mail-Adressen angelegt. Jeder, der eine E-Mail-Adresse beim ­GMX hat, wird sich sicherlich ärgern ­das GMX selbst Anzeigen in ­den Postfach schaltet. Die sind immerhin gegenzeichnet, aber gibt es für so was auch eine Lösung wie man dies abstellen könnte?

    Antworten
  • 02/11/2014 um 03:38
    Permalink

    Hallo,

    das leidige Thema mit dem Spam. Dabei ist die Lösung doch noch viel einfacher: zwei Klicks und alles ist gelöscht. Wer im Spam-Ordner landet ist doch am Ende selbst schuld, oder?! Solange es das Internet gibt, wird Spam nicht aufhören – also ruhig bleiben und nicht aufregen. Denn jedes Mal eine andere E-Mail-Adresse einzurichten ist aufwendiger als meine „2-Klick-Methode“. :D

    LG

    Olaf

    Antworten
  • 13/10/2014 um 15:13
    Permalink

    Ich habe derzeit auch verstärkt mit Spam zu kämpfen. Scheinbar wurde meine Mail Adresse irgendwo weitergereicht… Bis vor einigen Monaten hatte ich in meinem Email Fach überhaupt kein Spam und ich habe die Mail Adresse auch nur beruflich genutzt. Nun ist das Postfach allerdings jeden Tag voll mit Hauptpreisen, Geldtransfer oder Medikamenten!

    Antworten
    • 13/10/2014 um 15:26
      Permalink

      Hallo Christoph,

      das kenn ich auch.
      Zumindest bei meinem AOL Konto das ich zum testen eigentlich nur angelegt habe.

      Hier bestehen folgende Möglichkeiten:

    • Du hast einen Kommentar auf einer Kompromittierten Webseite hinterlassen
    • Jemand hat Deine Mailadresse „gekapert“ und hat fleißig EMails versendet.
    • Du hast Deine EMails auch auf Deinem Smartphone und hast eine App installiert die auf Dein EMail Postfach zugreift
    • Dann gibt es noch ein paar weitere möglichkeiten die sich da offenbaren, allerdings wäre dazu es hilfreich wenn man den Mail Header einmla sehen könnte bzw. einen Blick auf Deinen Hauptrechner werfen könnte um zu sehen ob vlt. irgendwelche Schadsoftware sich eingenistet hat.

      Solltest Du hilfe oder mehr informationen brauchen, melde Dich einfach und wir sehen was man tun kann.

      Viele Grüße
      Kai

      Antworten
  • 05/10/2014 um 16:02
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    Ich machs mittlerweile schon so, dass ich meine Mailadresse spam1-x nenne und diese teilweise für ein Spampostfach nutze.
    Anders wird man sonst verrückt :/

    Antworten
    • 13/10/2014 um 15:30
      Permalink

      Hallo Thulas,

      danke Dir für Deinen Kommentar.
      Wenn man seine Mailadresse „weiße“ einsetzt, sollte sich das Spamaufkommen im Rahmen halten.

      Hast Du eventuell Dich bei diversen Gewinspielseiten eingetragen?
      So ganz ohne tieferen einblick über den Inhalt der Spam Mails etc ist da leider auch nicht mehr auskunft möglich :(

      Solltest Du allerdings an einem Lösungsansatz interessiert sein, wende Dich doch einfach einmal per Mail o.ä. an mich.

      Viele Grüße
      Kai

      Antworten
  • 23/09/2014 um 09:32
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    Also ich muss sagen, dass ich mittlerweile nicht mehr soviel Probleme mit Spam habe. Natürlich darf man sich nicht bei jeder unseriösen Seite anmelden, aber ein normalen gmail account filtert schon den größten Teil in den Spam-Ordner und da dieser automatisch geleert wird, ist der Ärger über Spam überschaubar.

    Antworten
    • 23/09/2014 um 10:00
      Permalink

      Hallo Jürgen,
      ein guter Spamfilter ist fast überall mittlerweile eingebunden.
      Wenn man allerdings, wie Du schon erwähnst, nicht überall seine Adresse einträgt, kann man sich einiges an „Müll“ ersparen.
      Die ein oder andere Spam Mail wird es leider doch immer mal wieder schaffen durch zu kommen.

      Antworten
  • 19/09/2014 um 10:22
    Permalink

    Sehr lesenswerter Artikel vor allem die 5 Punkte zum vermeiden von Spam sehe ich als sehr hilfreich an. Beim Punkt 4 fällt mir auf, dass der Zugriff auf Rufnummern und Mailadressen von einem Großteil der Apps verlangt wird und definitiv vor der Installation darauf geachtet werden sollte welche Berechtigungen verlangt werden. Entsprechend das jeweilige Programm ggfs. erst gar nicht installieren.

    Antworten
    • 23/09/2014 um 09:58
      Permalink

      Hallo Nicole,
      ja die Sache mit den berechtigungen der ganzen Apps ist so eine sache.
      Eigentlich ein komplett eigenes Thema meines Erachtens aber ich gebe Dir da auch recht.
      Nur wenige achten darauf was die gewünschte App für zugriffe benötigt / haben will.

      Antworten
  • 04/09/2014 um 06:39
    Permalink

    Ich finde es auch schrecklich, wieviel Spam sich mit der Zeit ansammeln kann. Seit Jahren bin ich deswegen viel vorsichtiger geworden in Bezug auf wo ich meine E-Mail-Adresse hinterlasse. Die Wegwerf-Adressen habe ich früher benutzt, mittlerweile tue ich es nicht mehr: zu viel Mühe und Zeit.

    Viele Grüße

    Mauricio

    Antworten
  • 26/08/2014 um 14:08
    Permalink

    Ich lege großen Wert auf seriöse Mail-Adressen (Name.Vorname@domain.de), daher ist schmusekater@wasweissich.com eher keine Option für mich. Ich finde es immer wieder furchtbar, wenn ich auf Mailinglisten im Büro solche Adressen lese. Ich habe bisher auch verschiedene Mail Adressen benutzt, die mehr oder weniger vermüllt werden. Toll finde ich aber die Idee mit den „Wegwerf-Adressen“. Ich wusste nicht, dass es so etwas gibt und werde das in Zukunft mal ausprobieren. Danke für den Tipp.

    Antworten
    • 26/08/2014 um 18:09
      Permalink

      Hallo Karlo,
      Vielen Dank für Deinen Kommentar.
      Ich kenne das selbe Phänomen mit den“lustigen“ email Adressen a la Kuscheltier@…..
      Die wegwerf Adressen sind manchmal ganz nützlich klar aber wenn man auch ein wenig darauf achtet wo man seine Adresse hinterlässt hält sich der Spam auch in Grenzen.

      Antworten
  • 28/07/2014 um 11:14
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    Ich verwende mehrere E-Mail Adressen. Eine private E-Mail, die nur an Freunde etc. weitergegeben wird. Eine geschäftliche E-Mail eben fürs Business. Eine E-Mail für „seriöse“ Shops, Foren, etc. bei denen ich auch gerne mal einen Newsletter bestellt hab. Diese E-Mails rufe ich mehrmals täglich mit meinem E-Mail Programm ab. Spam so gut wie keiner vorhanden. Vor allem meine private und geschäftliche Adressen sind zu 99% spamfrei. Und eine vierte E-Mail Adresse, die ich bei allem anderen verwende, zum Beispiel Die rufe ich nur per Webmail ab, wenn ich einen Account oder eine Bestellung aktivieren muss. Die hat in den letzten Jahren inzwischen rund 10.000 E-Mails erhalten. Das ist der Wahnsinn wenn man sich mal vorstellt, dass ich das normalerweise per Hand weglöschen müsste hätte ich nur eine E-Mail und keinen Spamfilter.

    Übrigens ein kleiner Hinweis:
    Ich kam auf die Seite über http://powershell3.tk. Allerdings bin ich dann über ein Frameset hier gelandet und das ist ein absoluter Rankingkiller bei Suchmaschinen. Da gibts sicherlich eine andere technische Lösung?

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    • 28/07/2014 um 11:21
      Permalink

      Hallo und vorab gleich ein Danke für Deinen hinweiss mit der weiterleitung.

      Deine Lösung ist nattürlich auch eine praktikable lösung.
      Wenn man darauf achtet welche Adresse man wo angibt etc.

      Antworten

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